Schönheits-OP im Ausland

Share on linkedin
Share on twitter
Share on facebook
Share on whatsapp

Eines ist unbestritten: Eine Schönheitsoperation kostet Geld. Das motiviert Patientinnen und Patienten, heimische Ärzte mit Angeboten aus Tschechien und anderswo zu vergleichen. Wir verstehen den Wunsch, Geld zu sparen, wollen mit diesem Beitrag aber dazu motivieren, eine solche Schönheits-OP im Ausland sehr kritisch zu überdenken.

Wir zeigen Ihnen die Punkte auf, die aus unserer Sicht sehr wichtig sind und die, über die Kosten hinaus, Ihre volle Aufmerksamkeit verdienen. Denn wir denken, ein optimal auf Ihren Körper abgestimmtes Ergebnis und Ihre Gesundheit gehen vor! Und am Ende sparen Sie womöglich sogar Kosten!

Punkt 1: Kritischer Umgang mit Online-Informationen

Wer einen ästhetischen Eingriff durchführen lassen möchte, sammelt zuerst einmal Information. Eine beliebte Quelle ist die deutschsprachige Internetsuche von Google. Interessierte, die etwa nach Brustvergrößerung oder Lidstraffung suchen, stoßen auf ein nahezu unüberschaubares Angebot. Auf diese Details sollten Sie achten:

Direkte oder indirekte Informationen?

Seriöse Fachärzte stellen ihre Expertise online gerne dar. Sie beantworten wichtige Patientenfragen bereits im Vorfeld, schildern ihre Philosophie und gehen ausführlich auf verschiedene Behandlungsmöglichkeiten ein.

Auf dem Portal der Praxis von Dr. Christian Conz finden Sie beispielsweise immer wieder Hinweise auf sein oberstes Ziel: Ein bestmöglich erreichbares Ergebnis, mit dem Sie sich gut und selbstbewusst fühlen und das im Einklang mit Ihrem Körper funktioniert. Das Ergebnis soll zudem vorhersagbar sein und für Ihren Körper kein zu großes Risiko darstellen.

Wer online nach einer Schönheits-OP im Ausland sucht, findet hingegen nur selten gut übersetzte Facharzt-Webseiten. Stattdessen werben Vermittlungsagenturen, Tourismusbehörden und Themenportale um Kunden. Direkte Information zum behandelnden Operateur kommt dabei oft zu kurz.

Vertrauenswürdige Quelle der Informationen?

In Deutschland herrscht eine Impressumspflicht nach dem Telemediengesetz (TMG). Der Hintergrund: Niemand soll sich über eine Webseite eine falsche digitale Identität aufbauen können! Blicken Sie daher ins Impressum einer jeden Quelle, die Sie für die Recherche nutzen.

Eine Impressumspflicht nach deutschem Recht besteht im Ausland nicht. Wer auf ausländischen Webseiten recherchiert, muss sich daher erst mit den gültigen Regeln vertraut machen.

Punkt 2: Beratungsgespräche und Nachsorge

Zeit für alle Fragen oder Zeitmangel?

Heimische Fachärzte bieten aktiv ein Beratungsgespräch mit dem Operateur an. Im Vorfeld einer Brustvergrößerung werden beispielsweise diese Fragen geklärt: Welches Implantat bekomme ich? Wo wird es platziert, hinter oder auf dem Muskel? Welche Größe? Was gibt es für Risiken und wer behandelt sie? Falls Risiken auftreten, was kostet mich das dann?

Mangelnde Zeit für Beratung ist eine große Krux bei Operationen im Ausland. Die Patientinnen oder Patienten bekommen den Operateur oft erst am OP-Tag selbst zu Gesicht. Viele Fragen, die entscheidend sind für ein optimales Ergebnis, sind oft nicht ausreichend geklärt.

Geregelte Nachsorge oder drohender Leidensweg?

Für eine optimale Patientenfürsorge in der plastischen Chirurgie spielt die Nachbetreuung eine große Rolle. Diese ist im Ausland naturgemäß aufgrund der großen Entfernung kaum möglich. Daher kann eine Schönheits-OP im Ausland kann zur Leidenstour, ja Tortur werden, falls es tatsächlich zu Komplikationen kommt.

Alleine die Wiedervorstellung beim Operateur ist umständlich: Der Weg ist weit und es bestehen zusätzlich sprachliche Barrieren. Oft ist dann der einzige, und richtige, Weg, der zum Deutschen Facharzt. Aber natürlich ist die Behandlung von Komplikationen, die nach einer Schönheits-OP im Ausland entstehen, nicht kostenlos.

Eine Nachbehandlung ist in der Regel nicht durch das ursprüngliche Auslands-Angebot gedeckt – denn die vereinbarte OP ist ja meist ein Pauschalpreis. Es können dann weitere Kosten auf Sie zukommen. Eine Folgekostenversicherung, welche etwa von Dr. Christian Conz immer empfohlen wird, um etwaige Kosten nach dem Eingriff auszuschließen, greift im Ausland nämlich nicht. Gleichzeitig ist der Rechtsweg erschwert.

Punkt 3: Fachliche Qualifikation der behandelnden Ärzte

Sicherheit durch die Berufsordnung oder Unklarheiten?

Die Bundesrepublik Deutschland besitzt eine klare Ordnung der Berufe. Die Plastische Chirurgie wurde hierzulande 1978 als Teilgebiet der Chirurgie eingeführt. Seither gilt eine geregelte Weiterbildungsordnung für Plastische Chirurgen. Seit 1992 gibt es die offizielle Ausbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie, der seit 2004 „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ heißt.

Unser Tipp: Achten Sie auch beim Vergleich der Angebote innerhalb Deutschlands darauf, ob der praktizierende Mediziner den Facharzttitel besitzt! Die geregelte Ausbildung wirkt sich deutlich auf die hohe Qualität der Behandlung aus. Fakten und Details zum Werdegang von Herrn Dr. Conz können Sie hier nachlesen.

Dass der unverstellte Blick auf die fachliche Qualifikation von Medizinern außerhalb Deutschlands erschwert ist, davon zeugen bereits die Mühen der Informationsvermittler. In den einschlägigen Broschüren, die für einen verstärkten „Medizintourismus“ werben, fehlen oft Hinweise auf die geregelte Ausbildung zum Facharzt. Stattdessen dominieren Hinweise auf „wettbewerbsfähige Preise“, „hohe Standards“, „moderne Technologien“ und sogar auf ein „umfangreiches Freizeitangebot“.

Vertrauenswürdige Nutzerbewertungen?

Nutzerbewertungen auf Google.de und auf Fachportalen wie Jameda werden in Deutschland von der Meinungsfreiheit gedeckt und lassen sich nicht ohne Weiteres entfernen. Die digitale Öffentlichkeit in Deutschland trägt dazu bei, dass hervorragende Plastische Chirurgen häufig empfohlen werden.

Die Erfahrungsberichte von Nutzerinnen und Nutzern auf offenen Themenportalen zu Auslands-OPs werden oft anonym abgegeben. In allen diesen Fällen lohnt sich immer ein Blick ins Impressum, ob mindestens eine GmbH oder vergleichbare juristisch klar definierte Instanz hinter dem Informationsangebot steckt.

Schönheitsoperation im Ausland? Unser Fazit

Bei einer ästhetischen Operation sollte aus unserer Sicht nicht nur darauf geachtet werden, wo der Eingriff am günstigsten ist. Das Wichtigste ist, zu einem nachgewiesen erfahrenen Chirurgen zu gehen, dem Sie vertrauen, mit dem der Eingriff und die Nachbehandlung genau und verständlich besprochen wurde und an den Sie sich auch persönlich wenden können, wenn irgendetwas nach der Operation nicht stimmt. Schließlich geht es nicht nur um ein möglichst schönes Ergebnis, sondern auch um die Gesundheit des eigenen Körpers.